In meinen ersten Schritten war alles extrem intensiv. Ich war sehr sensibel und nahm jede Situation, die die Kinder betraf, zu Herzen. Ich erinnere mich an den ständigen Stress aufgrund hoher elterlicher Erwartungen; oft dachte ich, dass meine Arbeit und Hingabe nicht angemessen gezeigt oder geschätzt wurden.

Jedoch hat mich die Zeit eine wertvolle Lektion gelehrt: Vertrauen wird nicht gegeben, es wird aufgebaut. Im Laufe der Zeit wurde diese anfängliche Angst durch außergewöhnliche Wertschätzung ersetzt. Die Eltern gewannen volles Vertrauen in mich, und meine Arbeit begann auf Arten geschätzt zu werden, die ich mir zu Beginn nicht vorgestellt hatte.
Fünf Jahre später... Heute, obwohl ich nicht mehr aktiv in der Rolle einer Klassenlehrerin tätig bin, betrachte ich diese Zeit als die "Grundlage" meiner beruflichen Stabilität.
Warum brauchen wir neue Herausforderungen? Forschungsergebnisse zeigen, dass die Zeit zwischen dem 3. und 5. Jahr der "Wendepunkt" ist. Gemäß Studien zur Lehrer*innenbindung (Ingersoll, 2012) verlassen etwa 40-50% der Pädagog*innen die Berufserfahrung in diesem Stadium, wenn sie keine neuen Anreize finden.
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Das Bedürfnis nach Autonomie: Gemäß der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000) muss eine Pädagog*in, um einen Motivationsabfall zu vermeiden, neue Verantwortlichkeiten übernehmen.
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Meine Empfehlung: Wenn eine Pädagog*in diese Reife erreicht, ist es an der Zeit, dass die Institution ihnen neue Aufgaben anbietet. Ihnen eine Rolle bei der Organisation von Schulinhalten, im Lehrplan oder in eine Position zu verhelfen, in der ihre Meinung für das Wohl des Zentrums wichtig ist, ist entscheidend. Die professionellste Frage, die ein*e Manager*in stellen kann, lautet: "Welche Aufgabe wäre jetzt für Sie am attraktivsten?"
"Neu starten" nach der Arbeit: Wie schützen wir uns? Die Arbeit mit Kindern erfordert ein hohes Maß an "emotionalem Arbeitsaufwand." Für alle Kolleg*innen, die noch an vorderster Front sind, und um zu vermeiden, was die Wissenschaft als Compassion Fatigue bezeichnet (Figley, 2002), empfehle ich:
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Körperliche Aktivitäten (Yoga/Pilates/Spazierengehen): Unverzichtbar, um den Cortisolspiegel (das Stresshormon) zu senken, der sich durch chronischen Lärm und hohe Verantwortung ansammelt.
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Kaffee mit "Therapie-Personen": Dies ist mein Lieblingspunkt. Gehen Sie mit diesem Freund oder dieser Person zum Kaffee, die Sie versteht, ohne viel zu sagen. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihre Batterien aufladen, die Sie zum Lachen bringen und die nichts von Ihnen verlangen. Manchmal ist ein einfaches Gespräch außerhalb der Kindergartenmauern die beste Therapie, die es gibt.

Fünf Jahre Erfahrung sind ein kostbares Gut. Lassen Sie sich nicht stagnieren. Suchen Sie nach Herausforderungen, die Sie wachsen lassen, denn eine Pädagog*in, die sich um sich selbst kümmert und sich weiterentwickelt, ist das größte Geschenk für jedes Kind!
